Als Schutzmaterial knapp war: ein Visor aus dem 3D-Drucker
Zu Beginn der Corona-Zeit gab es einen Moment, in dem schlicht nichts mehr zu bekommen war: keine Masken, keine Visiere, kein Schutzmaterial. Wer etwas brauchte, musste es selbst herstellen — und genau dafür ist ein 3D-Drucker im Haus gebaut.
Die Lösung war bewusst einfach gehalten: ein 3D-gedrucktes Stirnteil mit Haltenasen, dazu eine formgeschnittene transparente Folie als Gesichtsschutz. Komplettiert wird das Ganze mit nichts weiter als einem Gummiband — kein Kleben, kein Schrauben, keine Spezialteile, die es damals ohnehin nicht gegeben hätte.
Das Stirnteil kam als kleine Serie vom Drucker, die Folien wurden passend zugeschnitten, eingehängt, fertig. Kein Produkt für die Ewigkeit — aber genau das Richtige für den Moment, in dem es gebraucht wurde.
Die Episode zeigt, was additive Fertigung im Kern kann: reagieren. Wenn Lieferketten stehen, ist der Weg von „das gibt es gerade nicht” zu „dann drucken wir es eben” ein Abend Konstruktion und ein paar Stunden Druckzeit. Mehr dazu, was die Werkstatt heute druckt: Druck im Haus.
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